Es beginnt kaum merklich. Ein Hauch von Weihrauch liegt in der Luft – und plötzlich öffnet sich das Hier und Jetzt zu längst vergessenen Szenen. Düfte wirken leise, aber nachhaltig. Ein Geruch genügt, und längst vergessene Bilder oder Gefühle kehren zurück. Auf diese unsichtbare Macht setzt die Ausstellung „Die geheime Macht der Düfte“ im Düsseldorfer Kunstpalast. Sie lädt zu einer Reise ein, bei der Geschichte nicht betrachtet, sondern gerochen wird. Der Mensch verfügt über mehr als 400 Geruchsrezeptoren und kann Tausende von Duftnuancen unterscheiden. Und doch gilt der Geruchssinn in der westlichen Kultur als der am meisten unterschätzte. Sehen und Hören dominieren unsere Wahrnehmung, während die Nase oft nur als Warnsystem dient. Die Ausstellung stellt diese Hierarchie auf den Kopf – und zeigt, dass Gerüche seit jeher Kultur, Religion, Macht und Erinnerung geprägt haben. =>
