Gottes Tun – erweckt mir alle Sinnen

Susanne Borée, Porträt, boree.de, Evangelisches Sonntagsblatt aus BayernWarum bis zum Ende durchhalten? Bis zur 12. Strophe schaffen es nur wenige Chöre und Gemeinden. „Doch gleichwohl will ich, weil ich noch / hier trage dieses Leibes Joch, / auch nicht gar stille schweigen.“ So beginnt eine der unbekannteren Strophen von Paul Gerhardts Sommerlied „Geh‘ aus mein Herz und suche Freud“. Da sind die ersten Verse viel sinnenfroher. Sie schildern das Ergrünen der Natur und die Antwort aller Geschöpfe darauf. Doch beginnt nun die Klage eines Menschen, der wenige Jahre nach dem Dreißigjährigen Krieg vom Leidens-„Joch“ geprägt erscheint? =>

Auf der Wüstenwanderung

Susanne Borée, Porträt, boree.de, Evangelisches Sonntagsblatt aus BayernEinfach aufstehen und die dürren Zeiten des Lebens zu überwinden – ist das überhaupt möglich? Belasten uns nicht viel zu sehr die Vergangenheit oder die düsteren Ängste vor der Zukunft? Wie das Volk Israel scheinen wir in einer endlosen Wüste unterwegs zu sein. So gern will ich zurück zu den „Fleischtöpfen Ägyptens“, als der weitere Lebensweg gesichert schien. Als ich genau wusste, wo ich im nächsten Jahr sein werde und dass in drei Jahren zum Ostermahl wieder der Lammtopf auf den Tisch kommt. Stattdessen gibt es klebriges Manna zum Frühstück und zum Abendbrot. =>

Editorial: „Mich verstecken, bis alles vorbei ist“

Susanne Borée, Porträt, boree.de, Evangelisches Sonntagsblatt aus Bayern„Tante Sveta, kannst du mich bitte in einem Schächtelchen verstecken und mich erst wieder auspacken, wenn alles vorbei sein wird?“ Von dieser Bitte eines vierjährigen ukrainischen Mädchens berichtete Sabine Arnold von der Aussiedler-Arbeit der SinN-Stiftung des Dekanats Nürnberg. Da hockte die Vierjährige zusammen mit zwei anderen Kindern und den Erwachsenen bereits den dritten Tag in einem Charkiver Keller, um sich vor den Luftangriffen zu schützen. Wer wünscht das nicht in den vergangenen Tagen: Erst wieder aufwachen, wenn dies alles vorbei ist? Welch ein verlockender Gedanke! Wenn wir ihn hier bei uns schon so erleichternd finden, wie viel mehr die Menschen vor Ort in der Ukraine, über die dieser Alptraum gekommen ist! =>

Achtung Nebenwirkungen! Einwurf zur Impfdebatte

Susanne Borée, Porträt, boree.de, Evangelisches Sonntagsblatt aus Bayern„Ja, der Impfstoff kann Nebenwirkungen haben“, so tönt es auf Französisch von den Plakatwänden in unserem Nachbarland. Großformatig ist da ein Paar zu sehen, das sich innig küsst. Dazu steht: „Mit jeder Impfung geht das Leben weiter – lassen Sie uns impfen.“ Das hat Format! Und das nicht nur zum Valentinstag. Es lässt sich gar nicht mit der deutschen Impfkampagne vergleichen. Als ich von den entsprechenden Vorschlägen der Bundesregierung hörte, war mir eher zum Heulen zumute. Doch wie kann für uns gewissenhaftes Leben weitergehen? =>

Unterwegs zum Ziel unserer Sehnsucht

Susanne Borée, Porträt, boree.de, Evangelisches Sonntagsblatt aus BayernSchon das Jahr 2020 „erlebten wir als eine ganz besondere Reise – zu uns selbst“: Das schrieb ich Ihnen in der Weihnachtsausgabe vor einem Jahr an dieser Stelle. Dieser Weg hat sich 2021 fortgesetzt: Die anfänglichen Hoffnungen auf „Normalität“ nach dem Impfstart gegen Corona verschoben sich bald ins Ungewisse. Auf einer tieferen Ebene aber gilt auch der Satz von Herta Dietrich: „Auf meinem Weg, den Wegen allen, / geh ich zum Ort der Sehnsucht hin …“ Sie finden ihr Gedicht in unserer gedruckten Weihnachtsausgabe. Da unser „Christliches Jahrbuch“ nun auch ein Opfer der Pandemie geworden ist, will die Redaktion Ihnen nun zumindest jetzt einige Gedichte zukommen lassen. Besser als 2020 schien dieses Jahr 2021 wohl kaum mit seinen Wetterkapriolen und dem schwankenden Grund der Hoffnungen. =>

Trost der kleinen Lichter

Susanne Borée, Porträt, boree.de, Evangelisches Sonntagsblatt aus BayernTapfer versuchen die Lichter die zunehmende Dämmerung zu durchdringen. Wohin ich auch blicke – überall sind die Fenster hoffnungsvoll geschmückt: Die Lichter verströmen ihren warmen Schein. Viele alte Bekannte lassen sich so bei einem abendlichen Spaziergang wieder entdecken:  Viele alte Bekannte lassen sich so bei einem abendlichen Spaziergang wieder entdecken: Dort, an dieser Straßenecke erheben sich wie jedes Jahr die Sterne gen Himmel. Und da drüben die geschmackvoll drapierten Weihnachtsbäumchen! Nun gut, der Nachbar weiter hinten blinkt wie immer überladen. Und dieses Jahr hat er sich noch ein Rentier samt Schlitten aus bunten Lichtlein angeschafft! Dennoch sind sie Hoffnungszeichen … =>

Auf zur Sinfonie der Zwischentöne!

Susanne Borée, Porträt, boree.de, Evangelisches Sonntagsblatt aus BayernJetzt kommt sie wieder – die Zeit der Dunkelheit. Spätestens, wenn demnächst Ende Oktober wieder die Zeit umgestellt wird, ist das Leben winterlich dunkel geworden. Morgens der Aufbruch in die Dämmerung – abends eine Rückkehr in der Dunkelheit. Scheinwerfer geben nicht nur Orientierung, sondern blenden auch: besonders bei Nässe. Zeit für eine neue Brille, um mal wieder ein wenig schärfer zu sehen. Die alte war schon arg zerkratzt und brach so das Licht. Gibt es dann wieder mehr Klarsicht und Durchblick? =>

Das Editorial zum Nachhören:

Gedanken zum Fließen bringen

Susanne Borée, Porträt, boree.de, Evangelisches Sonntagsblatt aus BayernDen Gedanken eine Stimme zu geben, sie zum Fließen zu bringen – das haben wir für Sie ausprobiert. Diesen Text finden Sie nun zum Nachhören auf unserer Homepage www.evangelisches-sonntagsblatt.de. Auch unsere Gedanken in den vergangenen Wochen an Sie, „Liebe Leserinnen und Leser“, stehen dort. Seit Ende August finden sie diese als vorgelesener Podcast und als Text zum Nachlesen unter dem Menüpunkt „Ansichtssachen“. Immer mehr zeigt das gesprochene Wort im Internet eine eigene Faszination: Nicht nur bei uns, überall im Netz sprießen Podcasts zum Heineinlauschen und Nachhören hervor. Sie lassen sich nebenbei, beim Autofahren oder beim Sport, beim Putzen oder Kochen hören. Trotzdem erscheint das Hineinlauschen intensiver, direkter als das Lesen. =>

Das Editorial zum Nachhören:

Editorial: Über den Umgang mit Täuschungen

Susanne Borée, Porträt, boree.de, Evangelisches Sonntagsblatt aus Bayern„Sein und Schein“: So lautet das Motto des Tags des Offenen Denkmals. In diesem Jahr soll er wieder in Präsenz, aber auch mit digitalen Elementen am 12. September stattfinden. Wie können Tricks und Kniffe in der Architektur den Blick weiten? Oder edlere Baumaterialien vortäuschen als sich die Bauherren leisten konnten? „Enttäuscht“ zeigte sich da ein Leser unseres Sonntagsblattes. Dabei galt der Begriff „Enttäuschung“ lange Zeit als positiv: eine Täuschung zu beenden, die Schleier wegzuziehen.  =>

Sommerliche Aufholjagd

Susanne Borée, Porträt, boree.de, Evangelisches Sonntagsblatt aus BayernAuf in den Sommer! Die lauen Abende genießen, so lange es geht. Endlich ist wieder Leben auf die Marktplätze und in die Biergärten zurückgekehrt. Nach dem allzu langen Corona-Winter und dem allzu unbeständigem Wetter der vergangenen Wochen wärmen die Sonnenstrahlen ganz besonders. Doch hat dieses sommerliche Lebensgefühl fast etwas Hektisches: Es scheint nicht nur ein Nachholbedürfnis da zu sein, so viele soziale Kontakte und so viel Nähe zu spüren, wie es nur geht. Nein, es gilt fast auch Vorräte zu sammeln für die kommende Zeit der Kälte. Die Termine und Treffen überschlagen sich fast. Wer weiß denn, was im Herbst sein wird? … =>