Brücken bauen in stürmischen Zeiten

Superintendent Wolfgang Rehner (links) bei der Tagung in Heiligenhof/Bad Kissingen. Foto: Borée„Für 96 Prozent der Bevölkerung ändert sich gar nichts.“ Der Satz des damaligen österreichischen Bundeskanzlers Sebastian Kurz klang nüchtern. 2019 verlor der Karfreitag in der Alpenrepublik seinen Status als gesetzlicher Feiertag für evangelische Christen: Aus staatlicher Sicht war dies eine rechtliche Anpassung, aus wirtschaftlicher Perspektive eine pragmatische Lösung. Seitdem ist der Karfreitag nur noch ein „persönlicher Feiertag“, an dem sich Menschen zwar frei nehmen dürfen, wenn sie dies mit einem Urlaubstag bezahlen. Also so ähnlich wie der Buß- und Bettag hierzulande – der Wirtschaft geopfert, so der Vorwurf. =>