Ökumenisches Abenteuer

Geschichte der Sehnsucht nach der christlichen Einheit, Band I: Morgenröte der Ökumene. Foto: ÖRK„Das war ein großes Abenteuer“, begeisterte sich Erzbischof Job von Telmessos. Der gebürtige Kanadier, mit bürgerlichem Namen Ihor Wladimir Getcha, war bis 2015 Erzbischof der orthodoxen Gemeinden russischer Tradition in Westeuropa. Seitdem ist er Vertreter des Ökumenischen Patriarchats beim Ökumenischen Rat der Kirchen in Genf. Schon diese Skizze lässt einen spannenden Lebensweg vermuten. Besonders packend war es für ihn aktuell aber, die Herausgabe des Werkes „A History of the Desire for Christian Unity: Vol 1: Dawn of Ecumenism“ (Geschichte der Sehnsucht nach der christlichen Einheit, Band I: Morgenröte der Ökumene) zu begleiten. =>

Weltweite und lebenslange Verantwortung

Der erste Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen (OERK), Willem A. Vissert Hooft„Die Welt war meine Gemeinde“: Unter diesem Titel erschien die Autobiografie von Willem Adolf Visser ‘t Hooft. Der Niederländer mit dem sperrigen Namen baute den Ökumenischen Rat der Kirchen nach dem Zweiten Weltkrieg mit auf. Bereits seit 1924 wirkte der reformierte Theologe in Genf. Geboren im Jahr 1900 – also so alt wie das 20. Jahrhundert – begleiteten ihn die Zeitläufe dieser bewegten Epoche. Genf blieb der Mittelpunkt seines Wirkens. So konnte er ein inneres Gleichgewicht bewahren. Doch blieb er auch öfter in einer beobachtenden Rolle. =>

Zerbrechliches Südseeparadies

Juliette Pita, Künstlerin, Vanuatu, MelanesienDen Weltgebetstag hat in diesem Jahr das kleine Pazifik-Archipel Vanuatu vorbereitet: Ach, du meine Güte! So der erste Stoßseufzer beim ersten Blick auf das Land, aus dem die Liturgie zum Weltgebetstag der Frauen in diesem Jahr kommt. Wer hat denn schon den Namen „Vanuatu“ gehört? „Vanu – was?!“, so dachte auch Katja Dorothea Buck in ihrer Einleitung eines schmalen, aber gehaltvollen Büchleins zu diesem Land, das zur Kolonialzeit Neue Hebriden hieß. Die Journalistin reiste bereits vor einem Jahr dorthin um den halben Weltball. Zum Glück! So brachte sie noch rechtzeitig vor Corona ihre Geschichten aus der Südsee mit. =>