„Das Leben muss weitergehen“

Mario Göbel von der Diakonie KatastrophenhilfeDas Baby zuckte zusammen. Dabei wollte Mario Göb es doch zum Lachen bringen. Er klatschte vor dem kleinen Jungen in die Hände. Schließlich hat er zuhause in Berlin auch ein kleines Baby, das auf dieses Klatschen mit Lachen reagiert. Nicht so bei seinem Besuch in Kiew, das er als neuer Koordinator für die Ukraine von der Diakonie Katastrophenhilfe besuchte. Er sah sich um: In der Wand ließen sich die Löcher von den Artilleriesplittern erkennen. Im Nachbarzimmer waren die Fensterscheiben zerborsten. Das geschah noch während der Schwangerschaft, so die Mutter. Schließlich kam ihr Kind inmitten des Krieges zu Welt. … =>

Gleichzeitig Dürre und Überschwemmung

Farhan Mohamed Ali mit einer seiner Ziegen. Foto: Diakonie KatastrophenhilfeFarhan Mohamed Ali hält eine seiner Ziegen auf dem Arm. Jedes Tier ist kostbar, denn es sichert das Leben seiner Familie in Somalia. „Ich habe sieben Kinder, drei davon sind unter fünf Jahre alt,“ erzählt der 38-Jährige aus dem Dorf Farha Gedi im zentralsomalischen Bezirk Galkayo. „Ich hatte über hundert Ziegen, jetzt sind es nur noch 26 – der Rest ist verhungert. Eine ähnliche Dürre habe ich niemals erlebt.“ Auf den staubtrockenen Böden wächst kein Halm mehr. Was nicht auf den Feldern verdorrt ist, haben Heuschrecken gefressen. Ziegen und Schafe finden weder Futter noch Wasser und verenden. =>