Kann Versöhnung in Bosnien-Herzegowina gelingen – ausgerechnet durch die Zusammenarbeit von Religionen? Und dies, obwohl sie so eng mit den jeweiligen Volksgruppen verbunden zu sein scheinen, die im Krieg der 1990er Jahre verfeindet waren? Seit 1997 versucht der „Interreligiöse Rat (IRR)“ Verständigung. Stefan Terzić, serbisch-orthodoxer Sekretär des Rates, und der katholische Priester Oliver Jurišić führen die Besucher eindrucksvoll in ihre Arbeit ein. 2013 gab es 50 Prozent Bosniaken im Land (in aller Regel Muslime), 31 Prozent Serben (also Orthodoxe) sowie 15 Prozent Kroaten (meist Katholiken). Gewalt gegen Gotteshäuser geschähe meist dort, wo eine Gemeinschaft in der Minderheit ist, berichten sie – besonders vor Wahlen. =>
30 Jahre nach dem Bürgerkrieg in Bosnien
Gedenkstätte und Friedhof von Screbrenica heute. Dort wurden im Juli 1995 rund 8.000 Jungen und Männer ab 13 Jahren in einer UN-Schutzzone, in der mehrere Zehntausend Geflüchtete Schutz gesucht hatten, systematisch ermordet. Foto von Exhumierungen der ursprünglich nur verscharrten Toten durch Angehörige um 2001, dokumentiert im „Genozid“-Museum Sarajevo. Und weitere Bilder auf einer Foto-Seite: =>
