Vorsorge statt Rücksicht (Achtung: Glosse!)

Susanne Borée, Porträt, boree.de, Evangelisches Sonntagsblatt aus BayernJetzt ist es höchste Zeit, um Wolldecken und Heizlüfter zu kaufen! Denn der nächste Winter wird kalt. Das klingt wie eine Binsenwahrheit, ist aber eine aktuelle Bedrohung: Niemand weiß, ob es genug Gas in den Speichern gibt. Über die Steckdose und den Heizlüfter ein warmes Zimmer zu bekommen – das ist zwar geradezu das Gegenteil von Nachhaltigkeit, doch spiegelt es besonders gut unseren Lebensstil wider: Nehmen, was geht. Vorsorgen ohne nachzudenken. Strom wird es wohl im Winter noch mehr als Gas geben – zumal, wenn die Laufzeit der Atomkraftwerke so verlängert wird, wie immer öfter gefordert. Wozu grundlegend umdenken? =>

In der lauten Freiheit Ruhe finden

Schutzmantelchristus vom Schwanberg. Foto: BoréeAch, in dieser ereignisreichen Zeit fiel es mir richtig schwer, mit den Ökumenischen Alltagsexerzitien zur Ruhe zu kommen. Denn eine Schreckensnachricht jagte schließlich die andere. All die furchtbaren Ereignisse in der Ukraine trieben mich zutiefst um. Immer wieder schweiften meine Gedanken schnell ab zu Unerledigtem, sobald ich zur Ruhe kommen wollte. Doch kam gleich am ersten Tag der Exerzitien zur Sprache, wie sich diese Zeit in den Alltag verankern lässt =>

Achtung Nebenwirkungen! Einwurf zur Impfdebatte

Susanne Borée, Porträt, boree.de, Evangelisches Sonntagsblatt aus Bayern„Ja, der Impfstoff kann Nebenwirkungen haben“, so tönt es auf Französisch von den Plakatwänden in unserem Nachbarland. Großformatig ist da ein Paar zu sehen, das sich innig küsst. Dazu steht: „Mit jeder Impfung geht das Leben weiter – lassen Sie uns impfen.“ Das hat Format! Und das nicht nur zum Valentinstag. Es lässt sich gar nicht mit der deutschen Impfkampagne vergleichen. Als ich von den entsprechenden Vorschlägen der Bundesregierung hörte, war mir eher zum Heulen zumute. Doch wie kann für uns gewissenhaftes Leben weitergehen? =>

Unterwegs zum Ziel unserer Sehnsucht

Susanne Borée, Porträt, boree.de, Evangelisches Sonntagsblatt aus BayernSchon das Jahr 2020 „erlebten wir als eine ganz besondere Reise – zu uns selbst“: Das schrieb ich Ihnen in der Weihnachtsausgabe vor einem Jahr an dieser Stelle. Dieser Weg hat sich 2021 fortgesetzt: Die anfänglichen Hoffnungen auf „Normalität“ nach dem Impfstart gegen Corona verschoben sich bald ins Ungewisse. Auf einer tieferen Ebene aber gilt auch der Satz von Herta Dietrich: „Auf meinem Weg, den Wegen allen, / geh ich zum Ort der Sehnsucht hin …“ Sie finden ihr Gedicht in unserer gedruckten Weihnachtsausgabe. Da unser „Christliches Jahrbuch“ nun auch ein Opfer der Pandemie geworden ist, will die Redaktion Ihnen nun zumindest jetzt einige Gedichte zukommen lassen. Besser als 2020 schien dieses Jahr 2021 wohl kaum mit seinen Wetterkapriolen und dem schwankenden Grund der Hoffnungen. =>

Sturmzeiten bei der Marine und im Museum

Hellmuth Möhring im RothenburgMuseumWeit hallen die Schritte durch die leeren Gänge des RothenburgMuseums. „So weihnachtlich leer wie jetzt überall in Rothenburg“, meint Leiter Hellmuth Möhring. Das ist im vormaligen Reichsstadt-Museum nicht nur der Morgenstunde geschuldet. Zwei ausgefallene Weihnachtsmärkte in Folge, fehlende Gäste aus dem Ausland und lange Schließzeiten im Gaststättengewerbe haben die Touristenmetropole getroffen. Hinzu kommt der drohende Konkurs einer großen Firma. Zum Jahresende geht Möhring in den Ruhestand. =>

Auf zur Sinfonie der Zwischentöne!

Susanne Borée, Porträt, boree.de, Evangelisches Sonntagsblatt aus BayernJetzt kommt sie wieder – die Zeit der Dunkelheit. Spätestens, wenn demnächst Ende Oktober wieder die Zeit umgestellt wird, ist das Leben winterlich dunkel geworden. Morgens der Aufbruch in die Dämmerung – abends eine Rückkehr in der Dunkelheit. Scheinwerfer geben nicht nur Orientierung, sondern blenden auch: besonders bei Nässe. Zeit für eine neue Brille, um mal wieder ein wenig schärfer zu sehen. Die alte war schon arg zerkratzt und brach so das Licht. Gibt es dann wieder mehr Klarsicht und Durchblick? =>

Das Editorial zum Nachhören:

Unverfügbare Resonanzen erfahren

Plötzlich bringt ein Satz, ein Blick etwas in uns zum Klingen: Mit einem Mal sind wir angerührt. Oder erleben, welche „Resonanzen“ dies in uns wachruft. Dieser letzte Begriff stammt aus dem gleichnamigen Buch des Soziologen Hartmut Rosa. Die Diakonin Cornelia Stettner und der praktische Theologe Thomas Popp nahmen ihn bei ihrem gemeinsamen Biografietag des Evangelischen Bildungswerks Nürnberg zur „Un-Verfügbarkeit“ auf. Veröffentlicht war dies Buch noch vor der Corona-Zeit. Doch die Pandemie hat viele Menschen existenziell erschüttert. Bedeutete sie eine heilsame Unterbrechung oder das Gefühl des Ausgeliefertseins gegenüber unberechenbaren Mächten? =>

Begeisternd aktiv in Corona-Zeiten

Die Begeisterung springt über. Schließlich zog die Aktion weite Kreise. Wöchentlich erreichte der ANDACHTbeantworter in der Matthäus-Gemeinde im Kirchenkreis Bayreuth bis zu 130 Menschen, erklärt Peter Mattenklodt dem Sonntagsblatt. „Das hat sich auch von Corona gelöst“, ergänzt der Vertrauensmann im Kirchenvorstand. Speziell für Menschen, die lieber telefonieren als ein Youtube-Video anzuklicken, organisiert Mattenklodt seit dem April 2020 wöchentlich geistliche Impulse und kleine Andachten, die telefonisch abgehört werden können. Andere Gemeinden organisierten Corona-gerechte Weihnachtsfeiern, Osterspaziergänge oder besinnliche Treffen … =>

Gedanken zum Fließen bringen

Susanne Borée, Porträt, boree.de, Evangelisches Sonntagsblatt aus BayernDen Gedanken eine Stimme zu geben, sie zum Fließen zu bringen – das haben wir für Sie ausprobiert. Diesen Text finden Sie nun zum Nachhören auf unserer Homepage www.evangelisches-sonntagsblatt.de. Auch unsere Gedanken in den vergangenen Wochen an Sie, „Liebe Leserinnen und Leser“, stehen dort. Seit Ende August finden sie diese als vorgelesener Podcast und als Text zum Nachlesen unter dem Menüpunkt „Ansichtssachen“. Immer mehr zeigt das gesprochene Wort im Internet eine eigene Faszination: Nicht nur bei uns, überall im Netz sprießen Podcasts zum Heineinlauschen und Nachhören hervor. Sie lassen sich nebenbei, beim Autofahren oder beim Sport, beim Putzen oder Kochen hören. Trotzdem erscheint das Hineinlauschen intensiver, direkter als das Lesen. =>

Das Editorial zum Nachhören:

Sommerliche Aufholjagd

Susanne Borée, Porträt, boree.de, Evangelisches Sonntagsblatt aus BayernAuf in den Sommer! Die lauen Abende genießen, so lange es geht. Endlich ist wieder Leben auf die Marktplätze und in die Biergärten zurückgekehrt. Nach dem allzu langen Corona-Winter und dem allzu unbeständigem Wetter der vergangenen Wochen wärmen die Sonnenstrahlen ganz besonders. Doch hat dieses sommerliche Lebensgefühl fast etwas Hektisches: Es scheint nicht nur ein Nachholbedürfnis da zu sein, so viele soziale Kontakte und so viel Nähe zu spüren, wie es nur geht. Nein, es gilt fast auch Vorräte zu sammeln für die kommende Zeit der Kälte. Die Termine und Treffen überschlagen sich fast. Wer weiß denn, was im Herbst sein wird? … =>