Zwei alte Männer blicken den Betrachter an. Der eine trägt eine schwere Goldkette über dem dunklen Gewand (Bild). Sein Gesicht ist von tiefen Falten durchzogen. Der andere Mann hält kraftvoll einen Schlüssel in der Hand. Auch in seinem Gesicht erzählen die Furchen von unzähligen Erfahrungen, Zweifeln und Entschlossenheit: Es ist Petrus. Auf den ersten Blick scheinen die beiden Gemälde eng verwandt: das dramatische Licht, die tiefen Furchen im Gesicht, die Konzentration auf die innere Haltung der Figur. Sie entstanden kurz nacheinander: im Jahr 1632, als Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606–1669) Amsterdam eroberte. Diese beiden Bilder gehören zu den spannendsten Werken der Rembrandt-Ausstellung im Kasseler Schloss Wilhelmshöhe. Sie verhilft zu neuen Einblicken in den Entstehungsprozess seiner Bilder. =>
