Wenn aus Abschied Aufbruch wird

Regionalbischöfin Gisela Bornowski beim Sommerempfang„Ich hoffe nicht, dass der Erlöser lebt!“ Mit diesem Satz überraschte Motivationscoach Johannes Warth die Gäste von Regionalbischöfin Gisela Bornowski beim Sommerempfang im Rothenburger Wildbad. Er reagierte damit unmittelbar auf die Begrüßung der Gastgeberin. Nach einer kleinen Pause fügte der Festredner hinzu: „Nein, ich bin mir sicher.“ Anschließend sprach Warth von seiner Sehnsucht nach einer „frohlockenden Kirche“ – einer Kirche, die selbst froh ist und gerade deshalb Menschen anlockt. Wer Herausforderungen zuversichtlich angehe, eröffne Räume, in denen Zukunft entstehen könne. Wer dagegen von vornherein erwarte, dass ein Vorhaben ohnehin nicht zu schaffen sei, liefere sich leicht einer selbsterfüllenden Prophezeiung aus. Diese Sätze hallten an dem lauen Abend im Wildbad unter den rund 250 geladenen Gästen lange nach … =>

Advent leuchtet in Zeiten des Wandels

Regionalbischöfin Gisela Bornowski. Foto: Borée„Ich brauche die Adventszeit jedes Jahr“, gestand Regionalbischöfin Gisela Bornowski im Gespräch mit dem Evangelischen Sonntagsblatt. Die Wochen vor Weihnachten, in denen Kerzen das frühe Dunkel durchbrechen, seien für sie der Moment, in dem die alte Zusage neu aufscheint: „Die Hoffnung auf Christus als Licht der Welt“, die die Vorweihnachtszeit bestimmt, wecke in ihr immer wieder neu „Begeisterung über Gottes Tun“. Es ist eine Kraft, die sie auch gerade jetzt trägt, da sich in der Kirche so vieles verändert. Während in dieser Jahreszeit wohl die Sehnsucht nach Geborgenheit und Zugehörigkeit in eng verbundenen Kreisen steigt, wirken manche ländliche Regionen oft stiller als früher. … =>

„Die Kirche wird nicht untergehen“

Regionalbischöfin Gisela Bornowski. Foto: Boree„Die Ängste und Sehnsüchte der Menschen ernst zu nehmen, da sind wir als Kirchen gefragt“, erklärt Gisela Bornowski. Der Regionalbischöfin im Kirchenkreis Ansbach-Würzburg liegt es besonders am Herzen, als Kirche nahe bei den Menschen zu sein. Und gerade deren Sorgen und Ängste vermehren sich in den vergangenen Monaten und Jahren deutlich – und finden im Extremfall ein Ventil in Hass und Hetze. Da braucht es längst keinen Blick mehr auf die aktuellen Wahlen im Osten des Landes. Wie lässt sich so eine christliche Zuversicht weitertragen? =>