Wer heute durch das sanfte Hügelland der Region Prekmurje im äußersten Nordosten Sloweniens fährt, ahnt kaum die tiefgreifenden Wechselfälle der Geschichte dort. Innerhalb weniger Jahrzehnte verschoben sich massiv die Grenzen. Es zeigten sich massive gesellschaftliche Umbrüche, es entstanden Staaten und wurden wieder aufgelöst. Gleichzeitig gibt es in vielen Orten im Osten Sloweniens jedoch eine bemerkenswerte personelle Kontinuität evangelischer Pfarrer – und mit ihr eine Stabilität kirchlichen Lebens, die bis heute prägend ist. Ein besonders eindrückliches Beispiel dafür ist das Dorf Bodonci. Hier wirkte Karol Šiftar ganze 64 Jahre lang als Pfarrer – von 1895 bis 1959. =>
Staffelstab übergeben
„Mir geht es nun besser.“ Leon Novak sagte diesen Satz mit spürbarer Erleichterung. Bis zum 1. Advent leitete er die Evangelisch-Lutherische Kirche A. B. in Slowenien – ein Amt, das er sechs Jahre lang zusätzlich zu seiner Aufgabe als Gemeindepfarrer in Murska Sobota ausübte. Die Stadt im Nordosten Sloweniens, mit rund 11.000 Einwohnern ein regionales Zentrum, prägte seinen Alltag ebenso wie übergreifende Kontaktpflege. Leon Novak, Jahrgang 1963, war es wichtig, die Ökumene und den Kontakt zur slowenischen Regierung zu stärken. Und dies, obwohl seine Kirche nur etwa 10.000 Mitglieder in 14 Gemeinden zählt. =>
Sanierung mit energetischer Signalwirkung
„Die Lage beruhigt sich langsam“, erklärt Bischof Leon Novak aus Slowenien. Entspannung bei einer solch hohen Corona-Inzidenz? Denn so hoch waren die Zahlen noch während des Telefonats mit dem Evangelischen Sonntagsblatt am 9. März. Für eine gute Zukunft hilft auch die diesjährige Fastenaktion der bayerischen Landeskirche. Mit der Sammlung will die Partnerkirche in Slowenien ihr Evangelisches Zentrum in Murska Sobota energetisch sanieren. Es ist gut 50 Jahre alt und ein Mehrzweckgebäude für Tagungen der Kirchenorgane, aber auch für Treffen von Kindern oder Frauen. =>
