Auf der Suche … zum aktuellen Zwingli-Film

„Gott, ich bin dein Gefäß, brauche mich oder zerbrich mich“, flehte der Kranke. Es ist eine Schlüsselszene des aktuellen Films über den Reformator Zwingli. Im Herbst 1519 hatte er sich an der Pest angesteckt. Und: Er überlebte. 2019 ist Zwingli-Jahr – so wie vor zwei Jahren das 500. Jubiläum von Luthers Thesenanschlag im Mittelpunkt stand. Denn am 1. Januar 1519 kam der Schweizer Reformator Huldrych oder Ulrich Zwingli (1484–1531) nach Zürich. Er suchte danach, Gottes Willen zu erfüllen – und legte die Basis für die Reformation dort. Stefan Haupt, der Regisseur des Zwingli-Films, arbeitet in einem unscheinbaren Mietshaus in einem alternativ angehauchten Viertel unweit des Züricher Hauptbahnhofs. … =>

Sehnsucht, die Leere zu übertönen

Schlechte Laune trotz schönstem Sonnenschein: Warum sollten wir uns aus unseren Routinen durch ein wenig Spätsommer reißen lassen? Das alte Ehepaar hat dies jedenfalls gar nicht nötig! Er nörgelt wegen jeder Nichtigkeit, sie jammert. So ergänzen sich ihre Dialoge vollständig. Ganze Dramen entwickeln sich aus der Lebensfrage, ob die Butterdose nun zwei Zentimeter weiter rechts zu stehen hat. Ist es auch eine Art die Leere zu übertönen? =>

Aufbruch zu neuen Ufern

Wird das Brett mich tragen – bei Flaute oder bei Sturm? Bislang benötige ich immer noch einen günstigen Wind. Schließlich bewegen sich meine Windsurf-Künste noch ganz am Anfang. Und dennoch fahre ich voll Sehnsucht hi?naus. Nun, natürlich behalte ich das Ufer hinter mir im Blick. Aber bislang habe ich es immer noch auch bei ablandigem Wind, der mich vom Land wegtreiben würde, erreicht. Im Notfall lässt sich ja noch auf dem Brett liegend paddeln. Das ist zwar nicht allzu elegant, aber hilfreich. … =>

Tiefere Einblicke durch vergleichende Schau

Tiefer schauen – dies könnte ein gemeinsames Motto der laufenden Ausstellungen im Nürnberger Germanischen Nationalmuseum sein. Ein wenig versetzt wurden die „Helden, Märtyrer, Heilige – Wege ins Paradies“, die Skizzenbücher Franz Marcs und die Schau „Abenteuer Forschung“ eröffnet. Sie laufen bis zum 1. September parallel. Die „Totenschilder“ sind bereits seit März zu sehen und ein vergleichender Einblick in historische Architekturbücher seit Juli 2018. Unscheinbar erscheinen zunächst die kleinformatigen Skizzenbücher des Malers Franz Marc. Dennoch sind sie ein besonderer Schatz … =>

„Eine runde Sache“

Es sind keine Rehe, nein es sind Lamas. Auf einer Holzscheibe hält das Mädchen die Erinnerung an ein vergangenes Jahr fest . Damals stand ein Spaziergang mit diesen zahmen kamelartigen Wesen an. Viele Erinnerungen sind mit dabei – schließlich ist es schon die zehnte Auflage des Wochenendes für Alleinerziehende mit ihren Kindern im Evangelischen Bildungs- und Tagungszentrum (EZB) Bad Alexandersbad. Viele kommen immer wieder, manche sind seit Anfang an dabei, andere das erste Mal. =>

Erben des Widerstands

Er trat ein düsteres Erbe an: 1996 betrat Manfred Lütz das Haus seines Großonkels Paulus van Husen (1891–1971). Es war mit schweren Vorhängen verhangen, trüb beleuchtet, voll wuchtiger Möbel und verstaubter Papierstapel. Die bisherigen Erben hatten es eher museal verwaltet und nichts geändert. „Und dann fand ich die Memoiren. Sofort war klar, dass das, was ich da las, von außerordentlicher historischer Bedeutung war, denn es gab ja nur wenige überlebende Mitverschwörer vom 20. Juli.“ Ist in den vergangenen 75 Jahren seit 1944 der „20. Juli“ nicht ausreichend beleuchtet worden? =>

Traumpark mit fließenden Formen

In einen Traumpark haben sich die Ansbacher Innenstadt und besonders der Hofgarten verwandelt: Die Bildhauerin Antje Tesche-Mentzen räumte ihren Ateliergarten am Simssee bei Rosenheim aus. Bis zum 13. Oktober faszinieren gut 20 ihrer Bronzeplastiken Bürger und Besucher bei der Skulpturenmeile. Ihre lebensgroßen Skulpturen und kleineren Exponate im Citrushaus setzen oft biblische oder mythische Motive um: Sie offenbaren die Liebe der Künstlerin zu Natur und Musik. =>